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gebührend zu feiern. Die vier Winzer der Vinovation indes sind clever genug, um den Gaul nicht von hinten aufzu-zäumen. „Den ganzen Hype umden Riesling kann ich nicht nachvollziehen“, sagt Dr. Andreas Schreiber, „eswird immer viel gebabbelt. Unsere Böden sind aber gerade für Burgun-der prädestiniert.“ Worms also eine Burgunderstadt?

Tatsächlich spielten die Burgunder schon eine tragende Rol-le im Nibelungenlied „ze Wormez bi dem Rine“. Und in der Tat wachsen in der ehemaligen Reichsstadt auch stattliche Rieslinge. Die trockene Auslese aus dem Kapellenstück von Dr. Andreas Schreiber etwa zeigt eine ganz eigene Hand-schrift. Volker Schmitt keltert feinfruchtige Rieslinge mit einem dezenten Schuss Restsüße wie „Der Klassiker“, und Jonas Kiefer setzt auf Filigranität. Klar, dass auch die Ries-linge bei Markus Keller gut laufen. „In der Stadt selbst gibt es aber nur die wenigen Hektar im Kirchenstück“, sagt Schreiber, „ich fühle mich in Abenheim eher als Wonne-gauer. Doch zumWonnegau fehlt noch die Vernetzung.“

In der Tat hätte eine Liaison vonWorms und angrenzendem Wonnegau eine ganz andere Schlagkraft. Da kommen dann aber auch die Burgundersorten ins Spiel. Immerhin sindwir imwonnigen Süden in der Oberrheinischen Tiefebene zwi-schen Pfälzerwald und Donnersberg im Westen und dem Odenwald imOsten – an einemder wärmsten und trocken-sten Orte Deutschlands, wo die Menschen seit jeher der Fülle der rheinhessischen Gartenlandschaft zugeneigt wa-ren. Hier ist in einem Umkreis von zehn Kilometern vieles

möglich. Das Reifeklima behagt den Burgundersorten ideal, ebenso die Bodenvielfalt mit Löss-Lehm, sandigemTon und Kalk. „Die Burgundersorten haben bei uns die Rieslinge ein-geholt“, sagt Markus Keller. Ermöchte die Balance zwischen Frucht, Tannin und Frische noch feiner auspendeln.

Stolz ist Keller bereits jetzt auf seine 2009er trockene Spät-burgunder-Auslese aus demWormser Nonnenwingert, ein Kraftbolzen und Unikat, für das die Zeit endlich reif zu sein scheint. Schlicht „Pinot Noir“ heißt der 2009er trockene Spitzenrote von Jonas Kiefer, der zu großer Form aufläuft. Volker Schmitt rückt mit der trockenen Spätlese aus einer alten, vitalen Parzelle ebenfalls einen Spätburgunder ins Rampenlicht: Eine Schönheit mit Seidenhaut beugt sich über uns. Und Dr. Andreas Schreiber, der einen reiferen, üppigen Stil pflegt, keltert nicht nur immens kalibrierten Portugieser von erstaunlicher Qualität, sondern möchte im Jahrgang 2011 Weiß-, Grau- und Spätburgunder noch weiter ausreizen. Vielleicht liegt bei den hellen Sorten gar noch größeres Potenzial brach?

„Bei uns läuft der Grauburgunder wie geschnitten Brot“, sagt Markus Keller und verweist auf die nächste Vision der Vinovation: eine hochkarätige Burgundercuvée, die zeigen soll, dass die Burgunder ebenfalls seit Jahrhunderten für Worms eine feste Größe sind.

www.vinovation-worms.de

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