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52 Vivart

Mit der Ausrichtung der Bundeskonferenz der Wirt-schaftsjunioren Anfang September ist die Rhein-goldhalle in ein neues Zeitalter aufgebrochen: Sie ist das erste Kongresszentrum bundesweit, das komplett CO

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-neutrale Veranstaltungen anbietet. Guido Jahn erklärt, warum Stadt und Congress Centrum GmbH (CCM) auf Green Meeting setzen.

1.586 Sonnenstunden hat Mainz pro Jahr. Ein Potenzial, das der Geschäftsführer der stadtnahen Congress Centrum Mainz GmbH (CCM) nutzen will. Die 550 Solarmodule von Schott Solar auf dem Dach des neuen Anbaus produzieren rechnerisch den Jahresstrom für 30 Mainzer Haushalte. Doch nutzen tut ihn die CCM. „Allein mit diesem sauberen Strom vermeiden wir 84 Tonnen klimaschädliches CO

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“, er-klärt August Moderer. Doch demCCM-Geschäftsführer und Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte geht es um mehr: um die Vermarktung der größten Halle in Mainz.

Green Meeting als Wettbewerbsfaktor

„Natürlich leisten wir mit der Neuen Rheingoldhalle un-seren Beitrag zum Klimaschutz“, erklärt Sitte. „Und eine klimaneutraleHalle lässt sich auch besser vermarkten.“ Der Markt des Green Meetings sei noch nicht sehr entwickelt,

Grüner tagen am Rheinufer

analysiert Veranstaltungsmanager Moderer. Er begreift diese Art des Veranstaltens als Wettbewerbsfaktor. „Da ist Mainz nun ganz weit vorne“, sagt er stolz. Auch sei es be-triebswirtschaftlich sinnvoll, entsprechende Angebote zu machen. „Wenn einVeranstalter zu uns kommt, kann er seit zwei Jahren für 99 Euro 1. Klasse mit der Bahn an- und ab-reisen, egal woher er kommt, fährt kostenlos Bahn und Bus in Mainz und Wiesbaden und bekommt seit Ende Juli für die Dauer seines Aufenthalts sogar einen Elektro-Smart ge-stellt!“, erläutert August Moderer das grüne Verkehrsange-bot. Auch nachhaltiges Catering mit regionalen Produkten über die tegut-Lebensmittelmärkte gibt es.

ökologische Netzwerke über das ÖkoProfit-Siegel

Firmen, die ihr Umweltschutzprofil schärfen wollen, kön-nen sich zertifizieren lassen, z. B. mit der Green Globe Cer-tification. Die stadtnahe CCMhat dies getan, aber auch das ÖkoProfit-Siegel bekommen, ein eingetragenesMarkenzei-chen der österreichischen Stadt Graz: Dafür lassen sich ein Jahr lang Betriebe von Fachleuten schulen und beraten, wie Abläufe umweltfreundlicher und zugleich rationeller und damit kostensparend umgestaltet werden können. In Mainz haben das neben der CCM bislang 73 Unterneh-men oder ihre Abteilungen getan: von Mainz 05 und dem

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