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56 VivArt

Lloyd, der die Drucksicherheit überwacht. Bei aller Technik ist der Ingenieur Schmidt gleichzeitig auch immer Ge-schäftsmannund freut sichüber dieGänsehaut der Japaner angesichts so viel deutscher Präzisionsliebe. Nicht zufällig ist Japan das wichtigste Exportland für Sinn-Uhren.

Dochwährend die Dinge gut laufen, scheint Schmidt selbst beseelt von der Idee, jeden Tag eine neue Erfindung zuma-chen und diese konsequent weiterzuentwickeln, bis sie tatsächlich funktioniert. „Da bleiben wir sportlich, bis das Ding geht“, sagt er und grinst. Vielleicht grinst er auch des-halb, weil er schon so viele Dinge zum Gehen gebracht hat und ein ganzes Unternehmen führt, das wunderbar läuft. Mittendrin dieser Mann in steter Unruhe, tick, tack, tick, tack. Er sorgt für genügend Bewegung. Die Augen sind hell-wach, stets ein Blick für das Wesentliche.

Dabei schaut Schmidt nicht nur auf die eigenen Geschäfte, sondern sponsert auch interessante Projekte. Sein derzeit wichtigstes Engagement kommt den Studierenden der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zugute. Sinn Spezialuhren GmbH fördert Bildung und Kultur in Verbin-dung mit renommierten Partnern zugunsten von Univer-sitäten und Hochschulen, allgemeinbildenden Schulen, Musikschulen sowie einer kulturinteressierten Öffent-lichkeit. Zusammen mit dem Verlag Schott Music und der Deutschen Grammophon macht Schmidt seit 2010 mit MILAN (Musiktheoretisches Institut für LehrAnwendungen im Netz) den jungen Studierenden der Hochschule für Musik das Leben leichter.

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Konkret bedeutet das: Interpretationen großer Dirigenten aus dem Hause Deutsche Grammophon lassen sich mit Hilfe der jeweils zugehörigen Partituren des Schott-Toch-terunternehmens Eulenburg unter fachkundiger Anlei-tung vergleichen und bewerten. Gleichzeitig erfolgt die anschauliche Verknüpfung ausgewählter Werke bezüglich stilistischer, historischer und biographischer Zusammen-hänge. Wer die Musik hört und gleichzeitig die Noten verfolgen möchte, kann direkt auf den jeweils passenden Partiturausschnitt zugreifen. Interessierte, die sich mit musiktheoretischen Aspekten befassen möchten, finden in abgestimmten Lehreinheiten Aufgabenstellungen und Lösungsvorschläge.

Folgt man der Argumentation von Schmidt, wird Bildung dort messbar, wo jungeMenschen oder Kulturinteressierte im Allgemeinen in die Lage versetzt werden, Maßstäbe für Wertvorstellungen entwickeln zu können. „Bewunderung und Respekt vor großartigen kulturellen Leistungen erhal-ten im Rahmen des Projektes ein fachliches Fundament“, erklärt Schmidt und ist sich sicher, dass auch durch musi-kalische Präzisionsarbeit ein Brückenschlag zwischen har-monischer Kultur und harter Wirtschaft entstehen kann. Schmidt jedenfalls ist schon jetzt in beidenWelten zu Hau-se und es würde uns nicht verwundern, wenn zukünftig immer mehr Menschen beim Grenzgang zwischen Kultur und Kapital Sinn-Zeit haben.

www.sinn.de

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